Feuer in der Nacht

Erschienen am 21. April 2019 in Stamm

Clara Schmitz

Pfadfinderleiterin und Journalistin des Stammes

 

Am Freitag vor Ostern, dem Karfreitag, wurde Jesus ans Kreuz geschlagen und getötet. Doch er war unschuldig und damit wurde diese schreckliche Tat noch umso grausamer. Wir denken noch jetzt, 2000 Jahre später, an seinen Tod und empfinden Trauer. Jesus hatte Angst vor seinem Tod und hat auf dem Weg dahin gelitten. Er wurde verraten und verspottet. Er fühlte sich gedehmütigt und allein. Bis zu seiner Auferstehung, 3 Tage später, war Jesus tatsächlich tot: Er war von allen seinen Freunden, ja sogar von Gott verlassen. Auch wir fühlen uns manchmal von Allen verlassen und einsam. Auch wir sind manchmal untröstlich, haben Angst oder sogar Panik. Auch wir machen uns Sorgen, wissen nicht wie es weitergehen soll, sehen kein Licht am Ende des dunklen Wegs. Doch dann, in der Osternacht, passiert das Unmögliche: Jesus verschwindet aus seinem Grab, er lebt wieder! Er ist wieder lebendig! Nicht nur ihm wird die Auferstehung möglich. Als Christen vertrauen wir darauf, dass Gott uns nicht alleine dem Tod überlässt. Wir glauben daran, dass unsere Geschichte nach dem Tod in dieser Welt noch nicht vorbei ist. Wir glauben daran, dass die Geschichte weitergeht. Dieser Glaube kann uns Hoffnung geben, zum Beispiel, wenn wir uns von einem geliebten Menschen verabschieden müssen. Aber die Auferstehung findet nicht nur statt, wenn jemand verstirbt, sie kann jeden Tag in unserem eigenen Leben stattfinden. Egal was für Sorgen und Probleme den Weg vor uns verdunkeln, bis kein Licht mehr zu uns durchdringt, egal welche Ängste uns die Luft zum Atmen rauben oder welche Trauer uns die Sicht verschleiert. Die Hoffnung kommt wieder zu uns. Für jeden von uns ist es irgendwann so weit, und unser ganz persönliches Ostern ist da. Und es lodert vor unseren Augen auf wie ein großes Feuer in der Nacht. Und bis dahin bleibt Gott an Deiner und Meiner Seite und verlässt uns nicht.

Also: Frohe Ostern!

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