72 Stunden lang angepackt

Erschienen am 2. Juni 2019 in Stamm

Clara Schmitz

Pfadfinderleiterin und Journalistin des Stammes

 

Am vergangenen Wochenende haben wir gleichzeitig mit vielen anderen Jugendgruppierungen überall in Deutschland an der 72 Stunden Aktion teilgenommen. Bei dieser Aktion des BDKJ bekommen Gruppen unterschiedliche soziale Aufgaben, die sie innerhalb von 72 Stunden, also genau drei Tagen, bewältigen wollen. Wir haben dieses Jahr mit dem Stamm Albino-Luciani aus Weingarten eine gemeinsame Aufgabe angenommen, unser Team hieß deswegen St. Alberto-Luciani!
Von Donnerstag bis Sonntag Nachmittag haben wir unsere Zeit damit verbracht, den Schulhof der Gerhard-Hauptmann-Grundschule hier in Betzenhausen zu verändern. Die Challenge an der Sache war: Auch die Ideensammlung und Planung der Aufgaben haben wir erst innerhalb der 72 Stunden begonnen! Das Ergebnis: Wir haben die alten Fahrradständer vom Rasenstreifen entfernt, was wir nur mit Hilfe eines Baggers bewältigen konnten. Okay, ehrlich gesagt, war uns die Organisation und Benutzung eines Baggers eine Herzensangelegenheit, und wir sind froh, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, den Bagger auch sinnvoll einzusetzen…

Auf der daraufhin völlig umgegrabenen Fläche, die man nicht mehr als Wiese bezeichnen konnte, haben wir einen hübschen Weidentunnel gepflanzt, was nicht ganz einfach war, wenn man bedenkt, dass die Weidensaison eigendlich schon vorrüber ist. Außerdem haben wir neuen Rasen gesäht – das ist eine schönere Erinnerung an unsere Arbeit, als brachliegende Fläche 😉

Gleichzeitig haben wir uns an der Schulmauer zu schaffen gemacht: Wir verpassten ihr von außen einen hübschen, neuen Anstrich und ein elegantes Muster, welches während der Arbeiten viele Komplimente von vorbeiziehenden Spaziergängern erhielt.

Auch der Boden des Schulhofs erhielt zwei Erneuerungen, erstens malten wir ein Fußballfeld auf, zweitens ziert jetzt ein großer, weißer Kreis den Boden; ein symmetrischer Versuch, den gigantischen Klecks einer überfahrenen Farbdose auszubessern. Ein gelungenes Meisterwerk, wie wir finden.

Während der Aktion wurden wir mit Hilfe, Bedankungen und Spenden nur so überschüttet. Wir bekamen zum Frühstück frische Brötchen, zum Nachmittag leckeres Eis, die meisten Materialien und Werkzeuge, die wir benötigten, und ein Dankeschön-Fest am Sonntagnachmittag. Nur durch all diese Hilfestellungen wurde es uns ermöglicht, gelassen und ohne Hektik zu organisieren und zu arbeiten, und dafür möchten wir uns herzlich bei allen Beteiligten bedanken.

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